Posts Tagged ‘Lustiges’

Zehn kleine Chemiker
Eingesandt von Barbara Frühwirth

Zehn kleine Chemiker experimentierten in ’ner Scheun.
Die Scheune, die ist abgebrannt, da waren’s nur noch neun.

Neun kleine Chemiker hab’n Peleusbälle nur verlacht.
Der eine nahm ’nen gift’gen Schluck, da waren’s nur noch acht.

Acht kleine Chemiker fanden Knallgas zum Verlieben.
Der eine nahm zuviel davon, da waren’s nur noch sieben.

Sieben kleine Chemiker, die tranken Titriplex.
Der eine wurde komplexiert, da waren’s nur noch sechs.

Sechs kleine Chemiker liefen durch’s Labor nur ohne Schuh und Strümpf‘.
Der eine trat in Scherben rein, da waren’s nur noch fünf.

Fünf kleine Chemiker tranken aus Erlenmeyerkolben Bier.
In einem war ein Rest Arsen, da waren’s nur noch vier.

Vier kleine Chemiker verdampften SO3.
Der eine hat sich totgekeucht, da waren’s nur noch drei.

Drei kleine Chemiker mussten mal zur Polizei.
Bei einem fand man Amphetamin, da waren’s nur noch zwei.

Zwei kleine Chemiker lebten durch Schnüffeln feiner.
Der eine zog sich Blausäure rein, da war es nur noch einer.

Ein kleiner Chemiker, der kriegt’nen riesen Schreck.
Der Zucker war Berylliumsalz, da war’n sie alle weg.

 

Dieser Beitrag wurde von der alten Chemieideen.net Webseite übernommen [29.3.2005].

Ein kleines chemisches Märchen
Eingesandt von Barbara Frühwirth

Es war einmal vor vielen Reaktionen, da lebte der rechtschaffene Wolfram Arsen im Land der Lanthaniden als Quantenchemiker des reichen Gebrauchtautoprotolysehändlers Salpeter Holmium, dessen Urahnen aus Indium eindiffundiert waren. Wolfram liebte mit seiner ganzen elektromotorischen Kraft die Tochter seines Elektronendonators Holmium: Hydronia! Sie war ein Mädchen acidanmutiger Konfiguration. Ihr Spin erregte ihn bis zur Luminiszenz, so dass er oft infrarot anlief und seine Augen einen leichten Bleiglanz bekamen. Leider hatte Salpeter Holmium für seine Tochter Hydronia den amorphen Molekulargewichtheber Titan Kieselgur zum Reaktionspartner auserwählt. Doch Hydronia vertraute ihrer Lewisbase Vitriola an, dass ihre Affinität zu Wolfram viel größer sei. Sie widersetzte sich deshalb dem Pauliverbot ihres Vaters und nahm die Einladung Wolframs zu Lackmus und Oxalat reaktionsfreudig an. Jedoch Vater Holmium bemerkte sofort die Absorptionsveränderung seiner Tochter und sperrte sie in eine galvanische Zelle. Auch benachrichtigte er Titan Kieselgur von dem Quantensprung seiner Tochter. Dieser eilte zu Wolfram und sagte: „Arsen, einer von uns muss gehen!“. Wolfram reagierte darauf mit erhöhtem osmotischem Druck, worauf Titan einen Komplex bekam. Sie machten ein Dublett im Ligandenfeld aus und als Waffen wählten sie sp3-Keulen. Um pH6 morgens trafen sie ein und sogleich begann ein Kampf um Reduktion und Oxidation. Er wogte lange hin und her, und der Sieger war ungewiss. Doch dann gelang es Wolfram endlich nach einer langen Induktionspause durch eine geschickte Katalyse Titan mit einer Fällungsreaktion aus dem Isomeriegleichgewicht zu bringen. Titan musste ein Elektron nach dem anderen abgeben und verließ am Ende das Periodensystem. Der Sieger Wolfram ging zurück und stieg mit einer Halbleiter in das Orbital des Holmium auf, fesselte diesen mit einem Energieband und entführte Hydronia auf einem Mikrofarad aus der galvanischen Zelle. Als sie auf ihrer Flucht über die Wasserstoffbrücke fuhren, bekam sein Mikrofarad einen Massendefekt, der nicht zu beheben war. So mussten sie die Energiedifferenz zum Gleichrichter auf einem Photon zurücklegen. Dieser stabilisierte ihre Legierung. Von nun an waren sie ein Redoxpaar, und wenn sie nicht gestorben sind, reagieren sie noch heute.

 

Dieser Beitrag wurde von der alten Chemieideen.net Webseite übernommen [29.3.2005].

WOMAN – A CHEMICAL ANALYSIS ELEMENT
Eingesandt von Barbara Frühwirth

NAME: Woman
PERIODIC CHART SYMBOL: Wo
DISCOVERER: Adam
ATOMIC MASS: Generally accepted as 110 lbs. (50 kg), but known to vary from 110 lbs. (50 kg) to 550 lbs. (250 kg)
OCCURRENCE: Copious quantities in all urban areas.

PHYSICAL PROPERTIES
1) Surface usually covered with a painted film.
2) Boils with no provocation.
3) Freezes up solid unexpectedly.
4) Melts if given special treatment
5) Bitter if incorrectly used or ignored
6) Yields to pressure applied to certain points.
7) Found in various states ranging from virgin metal to common ore.

CHEMICAL PROPERTIES
1) Has a great affinity for gold, silver, platinum and precious stones
2) Absorbs great quantities of expensive substances.
3) May explode spontaneously without prior warning or reason.
4) Insoluble in liquids, but activity greatly increased by saturation in alcohol.
5) Most powerful money-reducing agent known to man.

COMMON USES
* Highly ornamental, especially in sports car.
* Can be a great aid to relaxation.

TESTS
1) Pure specimen turns rosy pink when discovered in the natural state.
2) Turns green with envy when placed beside a better specimen.
3) Defies proper aging analysis techniques.

HAZARDS
1) Highly dangerous except in experienced hands.
2) Illegal to possess more than one at a time.

 

Dieser Beitrag wurde von der alten Chemieideen.net-Webseite übernommen [29.3.2005].

Vier Studenten und die organische Chemie (Universität Sydney)
Eingesandt von Barbara Frühwirth

Vier Studenten der Universität Sydney waren so gut in Organischer Chemie, dass sie alle ihre Tests, Klausuren und Praktika bisher in diesem Semester mit „1“ bestanden.

Sie waren sich so sicher, die Abschlussprüfung zu schaffen, dass sie sich entschlossen, das Wochenende vor der Prüfung nach Canberra zu fahren, wo einige Freunde eine Party schmissen. Sie amüsierten sich gut. Nach heftigem Feiern verschliefen sie den ganzen Sonntag und schafften es nicht vor Montag morgen – dem Tag der Prüfung – wieder zurück nach Sydney!

Sie entschlossen sich, nicht zur Prüfung zu gehen, sondern dem Professor nach der Prüfung zu erzählen, warum sie nicht kommen konnten. Die vier Studenten erklärten ihm, sie hätten in Canberra ein wenig in den Archiven der Australien National University geforscht und geplant gehabt, früh genug zurück zu sein, aber sie hätten einen Platten gehabt auf dem Rückweg und keinen Wagenheber dabei und es hätte ewig gedauert, bis ihnen jemand geholfen hätte. Deswegen seien sie erst jetzt angekommen!

Der Professor dachte darüber nach und erlaubte ihnen dann, die Abschlussprüfung am nächsten Tag nachzuholen. Die Studenten waren unheimlich erleichtert und froh. Sie lernten die ganze Nacht durch, und am nächsten Tag kamen sie pünktlich zum ausgemachten Zeitpunkt zum Professor.
Dieser setzte jeden Studenten in einen anderen Raum, gab ihnen die Aufgaben und sagte ihnen, sie sollten anfangen.

Die 1. Aufgabe brachte 5 Punkte. Es war etwas Einfaches über eine Radikal-Reaktion. „Cool“, dachten alle vier Studenten in ihren separaten Räumen, „das wird eine leichte Prüfung.“ Jeder von ihnen schrieb die Lösung der 1. Aufgabe hin und drehte das Blatt um:

„2. Aufgabe (95 Punkte): Welcher Reifen war platt?“

Dieser Beitrag wurde von der alten Chemieideen.net Webseite übernommen [29.3.2005].

Verbot für Dihydrogenmonoxid!
Eingesandt von Barbara Frühwirth

Der unsichtbare Killer
Dihydrogenmonoxid ist farblos, geruchlos, geschmacklos und tötet jedes Jahr Tausende von Menschen. Die meisten dieser Todesfälle treten durch unbeabsichtigtes Inhalieren von DHMO ein. Dennoch sind die Gefahren von DHMO viel weitreichender. Fortgesetzter Kontakt mit seiner festen Form führt zu schwerem Gewebeschaden. Die Symptome von DHMO-Einnahme sind starkes Schwitzen und Urinieren, möglicherweise auch Sättigungsgefühle, Übelkeit, Erbrechen und Unregelmäßigkeiten der Körperelektrolytwerte. Für Abhängige bedeutet der DHMO-Entzug den sicheren Tod.

Dihydrogenmonoxid…
• ist auch bekannt als Hydroxylsäure und ist der Hauptbestandteil des sauren Regens
• trägt zum „Treibhauseffekt“ bei
• kann schwere Verbrennungen verursachen
• trägt zur Erosion natürlicher Landschaften bei
• beschleunigt die Korrosion vieler Metalle
• kann Versagen elektrischer Geräte verursachen
• kann dazu beitragen, die Wirksamkeit von Automobilbremsen herabzusetzen
• ist in Tumoren tödlich erkrankter Krebspatienten gefunden worden.

Verschmutzung erreicht epidemische Ausmaße
Dihydrogenmonoxid-Anteile sind in nahezu jedem deutschen Fluss oder See und auch in der Nordsee gefunden worden. Die Verschmutzung ist jedoch schon weltweit verbreitet, und die Substanz ist sogar im ewigen Eis der Antarktis nachgewiesen worden. DHMO war im vergangenen Jahr in Deutschland für Sachschäden in Höhe von Millionen von DM verantwortlich.
Trotz der Gefahr wird Dihydrogenmonoxid häufig verwendet:
• als Lösungs- und Kühlmittel in der Industrie
• in Kernkraftwerken
• bei der Produktion von Styropor
• als Feuerhemmschutz
• bei vielen Arten von grausamen Tierversuchen
• bei der Verteilung von Pestiziden: nach jeder Behandlung bleiben die Produkte von dieser Chemikalie verunreinigt
• als Zusatzstoff in vielen Arten von „Fast Food“ und anderen Nahrungsmitteln
Deutsche Fabriken entsorgen überschüssiges DHMO in Flüsse, Seen oder die Nordsee, und es kann nichts getan werden, um sie davon abzuhalten, weil diese Vorgehensweise immer noch legal ist. Die Auswirkungen auf Flora und Fauna sind groß, und wir können es uns nicht länger leisten, dies zu ignorieren!

Der Horror muss gestoppt werden!
Die Bundesregierung hat sich bisher geweigert, Produktion, Verteilung oder Gebrauch dieser schädlichen Chemikalie zu verbieten, mit Hinweis auf ihre „Wichtigkeit für das Wohl der Wirtschaft dieses Landes“. Tatsächlich führen die Bundesmarine und andere militärische Organisationen Experimente mit DHMO durch und erforschen Projekte, deren Kosten Milliarden von DM betragen, um diese Substanz im Kriegsfall einsetzen und nutzen zu können. Hunderte von militärischen Forschungslaboren erhalten Tonnen von DHMO durch ein komplexes, ausgeklügeltes unterirdisches Verteilungsnetz. Viele davon heben große Mengen für späteren Gebrauch auf.
Es ist noch nicht zu spät!

Handeln Sie JETZT und verhindern Sie die weitere Verunreinigung unserer Umwelt. Schreiben Sie Ihren Protest an die Bundesregierung. Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben!

 

Dieser Beitrag wurde von der alten Chemieideen.net Webseite übernommen [29.3.2005].

Zwischenprüfung Chemie (Universität von Washington)
Eingesandt von Barbara Frühwirth

Nachfolgend lesen Sie eine Prüfungsfrage aus der aktuellen Zwischenprüfung im Fach Chemie an der Universität von Washington. Die Antwort eines Teilnehmers war „so profund“, dass der Professor Sie via Internet mit Kollegen in der ganzen Welt teilen wollte. Und darum haben auch wir die Freude, daran teilhaben zu dürfen:

Bonus-Frage:
Ist die Hölle exotherm (Wärme abgebend) oder endotherm (Wärme aufnehmend)?
Die meisten Studenten untermauerten Ihre Antwort, indem Sie das Boyle-Mariotte-Gesetz heranzogen („Das Volumen und der Druck eines geschlossenen Systems sind voneinander abhängig“, d.h. Gas kühlt sich ab, wenn es sich ausdehnt und erwärmt sich bei Kompression).

Einer aber schrieb folgendes:
Zuerst müssen wir feststellen, wie sich die Masse der Hölle über die Zeit ändert. Dazu benötigen wir die Rate der Seelen, die „zur Hölle fahren“ und die Rate derjenigen, die sie verlassen. Ich denke, wir sind uns darüber einig, dass eine Seele, einmal in der Hölle, diese nicht wieder verlässt.

Wir stellen also fest: Es gibt keine Seelen, die die Hölle verlassen.
Um festzustellen, wie viele Seelen hinzu kommen, sehen wir uns doch einmal die verschiedenen Religionen auf der Welt heute an. Einige dieser Religionen sagen, dass, wenn man nicht dieser Religion angehört, man in die Hölle kommt. Da es auf der Welt mehr als eine Religion mit dieser Überzeugung gibt, und da niemand mehr als einer Religion angehört, kommen wir zu dem Schluss, dass alle Seelen in der Hölle enden. Auf der Basis der weltweiten Geburten- und Sterberaten können wir davon ausgehen, dass die Anzahl der Seelen in der Hölle exponentiell ansteigt.

Betrachten wir nun die Veränderung des Volumens der Hölle, da nach dem Boyle-Mariotte-Gesetz bei gleichbleibender Temperatur und Druck das Volumen proportional zur Anzahl der hinzukommenden Seelen ansteigen muss.

Daraus ergeben sich zwei Möglichkeiten:
1. Expandiert die Hölle langsamer als die Anzahl der hinzukommenden Seelen, dann steigen Temperatur und Druck in der Hölle an, bis sie explodiert.
2. Expandiert die Hölle schneller als die Anzahl der hinzukommenden Seelen, dann sinken Temperatur und Druck in der Hölle, bis sie gefriert.

Zur Lösung… führt uns der Ausspruch meiner Kommilitonin
Teresa: „Eher friert die Hölle ein, bevor ich mit dir ins Bett gehe…“
Da ich bis heute nicht dieses Vergnügen mit Teresa hatte (und wohl auch nie haben werde), muss Aussage 2 falsch sein, was uns zur Lösung bringt:
„Die Hölle ist exotherm und wird nie einfrieren.“

Der Student bekam als einziger Prüfungsteilnehmer die volle Punktzahl.

Der Beitrag wurde von der alten Chemieideen.net Webseite übernommen [29.3.2005].